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2.5.14

Sven Giegold in Bergisch Gladbach: Für nicht gen-manipulierten Honig!

Am Samstag, den 3.Mai 2014, bekommt Bergisch Gladbach Besuch. Vom Grünen Spitzenkandidaten zur Europawahl, Sven Giegold, bereits bsiher Mitglied des Europa-Parlamentes.

Von 12 Uhr an wird er zusammen mit Kandidatinnen und Kandidaten von Bündnis 90/Die Grünen für den Bergisch Gladbacher Stadtrat und den Kreistag in der Gladbacher Fußgängerzone sein.

Unter dem Motto „Esst gen-freien Honig, solange es ihn noch gibt“ laden die Grünen in Bergisch Gladbach zum Probieren von nicht gen-manipuliertem Honig aus unserer Region ein und dabei mit Sven Giegold und weiteren Grünen KandidatInnen ins Gespräch zu kommen.

Gentechnisch verändertes Erbgut im Honig

Bienen sammeln nicht nur Nektar, um Honig daraus zu machen, sondern auch Pollen (Blütenstaub), den sie für die Ernährung ihrer Brut benötigen. Dieser Pollen gelangt beim Schleudern in den Honig und wird zusammen mit diesem abgefüllt und verkauft. Pollen kann – genau wie der Nektar – von gentechnisch veränderten Pflanzen stammen. Im Gegensatz zum Nektar (und zum Honig in Reinform) enthält der Pollen große Mengen an Erbsubstanz, nämlich das gesamte Erbgut der Herkunftspflanze einschließlich aller gentechnischen Veränderungen. Dieses gentechnisch veränderte Erbgut findet sich damit vollständig im Honig wieder.

Honig, der Pollen gentechnisch veränderter Pflanzen enthält, wird bisher nicht gekennzeichnet, obwohl
der Europäische Gerichtshof (EuGH) bereits 2011 eine Kennzeichnungspflicht festgestellt hat.

Doch anstatt sich um die Umsetzung dieser Kennzeichnung zu kümmern, will die Bundesregierung die Kennzeichnung zusammen mit der Europäischen Kommission durch eine Änderung der EU-Honigrichtlinie dauerhaft verhindern. Statt dort eine Kennzeichnungspflicht zu verankern, will die Kommission klar stellen, dass gentechnisch veränderter Pollen einen „natürlichen Bestandteil“ von Honig darstellt und keiner Kennzeichnung bedarf.

Da die EU viel Honig aus Ländern importiert, die gentechnisch veränderte Pflanzen anbauen, und zwei der wichtigsten Honig produzierenden EU-Mitgliedstaaten (Spanien und Rumänien) den Anbau von Gen-Mais zugelassen haben, ist es möglich, dass mit Gen-Pollen kontaminierter Honig ungekennzeichnet in die Regale gelangen wird.

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Quelle der o.g. Abbildung: http://www.sven-giegold.de/